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Schweiz

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Ursula Guttropf Porträt

Schon früh entdeckte ich die Farben und begann mit der Malerei. Dem Beobachten widmete ich meine Zeit und fand auch in der Fotografie eine weitere Möglichkeit zum Festhalten der Momente.

Mein Element ist das Wasser. Ich finde das Wasser faszinierend. Wasser ist unberechenbar, mal stürmisch, mal ruhig. Mit "Wasser" verbinde ich die Vorstellung von Leben schlechthin. In verschiedensten Kulturen und Weltgegenden kommt es als "Urstoff" oder "Urgottheit" in den Mythen der Völker vor. Auch biologisch wird es als der Grundstoff des Lebens betrachtet aus dem und ohne den es kein Leben auf der Erde gäbe.

Wasser als Symbol des Lebens und der Erneuerung ist ein fast kulturübergreifendes Symbol. Wasser garantiert nicht nur das Überleben des Lebens auf unserem Leben im tatsächlichen Sinne, sondern steht symbolisch auch für das geistige Leben und Überleben.
Mit meinen Arbeiten versuche ich dem Betrachter die Umwelt in zusätzlichen, neuen, anderen Dimensionen zu zeigen. Frei nach dem Zitat von Lisa Randall: "Die Welt ist mehr als was wir sehen."
Ursula Guttropf
Ursula Guttropf
Spiel mit der Abstraktion
Die Entwicklung von der detailgetreuen Zeichnung bis zur Annäherung an die Abstraktion hat mich jahrelang beschäftigt. Die Meerestiere, insbesondere die Fische, die ich in einer gewissen Weise noch als "unbefleckt" empfinde, dienten mir als Modell.

Film of Ravens



 
Ursula Guttropf
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Die malende Annäherung an das Thema geschah ganz prosaisch. Ich legte einen Fisch vor mich auf den Tisch und zeichnete ihn. Das in dem Tierwesen verborgene Urbild versuchte ich so lange zu verdichten, bis mir ein zeichenhafter Hinweis auf den "Gegenstand" genügte. Dabei verliess ich die Form nie ganz. Dagegen traten im selben Umfang, in dem die Konturen einfacher wurden, die mystischen Hintergründe hervor, erfuhr das Raumbild in Farbakkorden, mit geknittertem Papier, Gipsschichten oder kalligraphischen Kürzeln seine lyrische Erweiterung.

 
Ursula Guttropf
Ursula Guttropf


Ein dynamischer, manchmal eruptiver Vorgang
Meine Werke sind oft auch Abbildungen, doch geht es mir nicht einfach um Äusserlichkeiten, selbst dort, wo ich Fische zum Gegenstand nehme. Mir ist es wichtig aufzuzeigen, was ich in mir sehe und fühle, um dem Betrachter daran teilhaben zu lassen.

Mein Malprozess erinnert mich an einen Geburtsvorgang: Ich ziehe mich von meiner Umgebung zurück, kapsle mich ab und versuche in mich hinein zu hören. Das ist ein Zustand, der oft mehrere Tage in Anspruch nehmen kann. Dann ist der Moment reif, um an die Leinwand zu treten und Aufgestautes herausbrechen zu lassen, sichtbar zu machen.

 
Ursula Guttropf
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